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Natürlich hoffe ich, dass meine Webseiten selbsterklärend sind und es einer Hilfe nicht bedarf. Gleichwohl bin ich mir bewusst, dass die Realität häufig anders aussieht. Vor diesem Hintergrund wird es hier als Hilfestellung Erläuterungen zu den verwendeten Symbolen sowie eine Liste der häufig gestellten Fragen (frequently asked questions (FAQs)) geben.
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Fragen und Antworten oder neudeutsch: Frequently Asked Questions (FAQs)Folgende Fragen werden beantwortet:
zu 1.: Für was stehen die Abkürzungen LL.B. und LL.M. und was bedeuten sie?Antwort:Die Abkürzung LL.B. steht für Legum Baccalaureus und LL.M. für Magister Legum. zu 2.: Was ist ein Bachelor?Antwort:Ein Bachelor ist ein erster akademischer Titel, den Du nach einem 6-8-semestrigen Studium (also bereits nach 3-4 Jahren) erwirbst. Mit einem Bachelor erwirbt man den ersten Grad in einem dreigliedrigen Studiensystems (Bachelor, Master, Promotion), das im Zuge des Bologna-Prozesses an den Hochschulen in 45 europäischen Ländern eingeführt wird. Der Bachelor ist formal beschäftigungsqualifizierend. Ziel des Studiums ist es, den Absolventinnen und Absolventen der Bachelor-Studiengänge eine Beschäftigungsbefähigung und Arbeitsmarktfähigkeit ("Employability") für verschiedene Tätigkeiten und Berufsfelder zu vermitteln. zu 3.: Was ist ein Master?Antwort:Ein Master-Studium kannst Du nach einem abgeschlossenen Bachelor-Studium aufnehmen. Ein Bachelor-Studium bereitet nicht nur auf den ersten Berufseinstieg vor, sondern liefert auch die Grundlagen für eine vertiefte wissenschaftliche Ausbildung. Im Bachelor-Studium lernst Du die Methodik, Systematik, Begrifflichkeiten, Kategorien und Strukturen sowie grundlegende Fragestellungen von ein oder zwei Disziplinen kennen. zu 4.: Können alle, die einen Bachelor haben in einen Master-Studiengang wechseln?Antwort:Grundsätzlich berechtigt der Bachelor zur Aufnahme eines Master-Studiums. Zusätzlich zu einem ersten berufsqualifizierenden Studienabschluss kann die Hochschule weitere Zulassungskriterien festsetzen, zum Beispiel ein Test oder ein Auswahlgespräch. Der Bachelor gilt zunächst als Regelabschluss, d.h. sicherlich werden nicht alle Studierenden direkt im Anschluss einen Master-Studiengang beginnen. Ein Teil der Studierenden wird zunächst in das Berufsleben eintreten und unter Umständen nach oder begleitend zu einer Berufstätigkeit ein Masterstudium aufnehmen. zu 5.: Kann ich jeden Master auf einen Bachelor "draufsatteln"?Antwort:Der von Dir ausgewählte Masterstudiengang wird bestimmte Zulassungsvoraussetzungen haben, die Du erfüllen musst. Es gibt drei Formen des Masters:
Informieren Dich bei der entsprechenden Hochschule über die Zulassungskriterien. zu 6.: Kann ich meinen Bachelor an der einen und den Master an der anderen Hochschule machen?Antwort:Du kannst die Hochschule natürlich für Dein Masterstudium wechseln. Der von Dir ausgewählte Masterstudiengang wird bestimmte Zulassungsvoraussetzungen haben, die Du erfüllen musst. Informiere Dich bei der entsprechenden Hochschule über die Zulassungskriterien. zu 7.: Kann man nach dem Bachelor schon promovieren oder erst nach dem Master?Antwort:Erst der Masterabschluss verleiht die grundsätzliche Berechtigung, die Promotion aufzunehmen. Besonders qualifizierte Bachelor-Absolventen können auch ohne Erwerb eines Mastergrades mit einem zusätzlichen Eignungsfeststellungsverfahren unmittelbar zu Promotion zugelassen werden. Die Universitäten regeln diese Eignungsverfahren. Auch hier gilt: die endgültige Entscheidung liegt bei der aufnehmenden Hochschule. zu 8.: Was ist der Unterschied zwischen einem Uni-, einem FH- und einem Berufsakademie-Bachelor?Antwort:Universitäten bieten in der Regel die Fächergruppen Theologie, Geisteswissenschaften, Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften, Medizin, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften und den gesamten Bereich der Lehramtsausbildung an, wobei Technische Hochschulen/Universitäten ihren Schwerpunkt auf die natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächer legen. Etwa die Hälfte der Studierenden studieren an Fachhochschulen. An Fachhochschulen liegt der Schwerpunkt der Studienmöglichkeiten in den Bereichen Wirtschaft, Sozialwesen, Gestaltung, Ingenieurwesen und Pflege. zu 9.: Kann ich mit einem Bachelor von einer Berufsakademie oder FH einen Master an der Uni belegen?Antwort:Die Voraussetzung für einen Masterstudiengang ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss. Darüber hinaus kann die Hochschule je nach Profil weitere Zulassungskriterien definieren. Daher kann ein Absolvent eines FH-Bachelors theoretisch einen Master an einer Universität belegen. In der Praxis ist es eine Entscheidung der aufnehmenden Hochschule auf der Grundlage der gegebenenfalls zusätzlich festgelegten Zulassungskriterien. Ob eine Universität die Absolventen einer Berufsakademie zu ihrem Masterprogramm in der Praxis zulassen wird, ist nicht sicher. zu 10.: In den Studieninformationen ist oft von Modulen die Rede. Was sind Module?Antwort:Im alten System liefen die meisten Lehrveranstaltungen über ein Semester. Am Ende gab es einen Leistungsnachweis für die Teilnahme an der Lehrveranstaltung. Im Modulsystem sind die Lehrveranstaltungen zu thematisch zusammenhängenden Veranstaltungsblöcken (= Modulen) zusammengefasst, für die jeweils eine Gesamtnote vergeben wird. Dadurch soll ein vertiefender Wissenserwerb in einem Thema, das Erreichen eines Kompetenzziels ermöglicht werden. Jedes Modul setzt sich aus mindestens zwei thematisch aufeinander bezogenen Lehrveranstaltungen (Seminare, Vorlesungen, Übungen, Laborpraktika etc.) zusammen und erstreckt sich in der Regel über ein bis zwei Semester. Im Rahmen der Module ist es so eher möglich, ein Themengebiet umfassend und im Zusammenhang zu bearbeiten, als dies in einzelnen Lehrveranstaltungen der Fall wäre. Oft bilden auch eine Vorlesung und dazu gehörende Übungen ein Modul. zu 11.: Was sind Credit-Points?Antwort:Credit Points sind eine Einheit, die den studentischen Arbeitsaufwand in Relation zu den erreichten Lernzielen ausdrücken. Gemessen wird nicht nur der Zeitaufwand, der durch den Besuch der Lehrveranstaltungen anfällt, sondern ebenso die Zeit, die für Vor- und Nachbereitung eingesetzt werden müssen. Credit Points schaffen somit Transparenz über erforderlichen Aufwand und erworbene Kompetenzen. Sie werden über das Studium hinweg gesammelt. Die europäischen Hochschulen führen mehrheitlich das European Credit Transfer and Accumulation System (kurz ECTS) ein. Damit können die Studienleistungen dank der Credit Points bei einem Hochschulwechsel leichter anerkannt werden. Durch das Sammeln der Credit Points werden Leistungsnachweise für den Studienabschluss studienbegleitend, das heißt nach und nach erworben. Die Abschlussnote hängt damit nicht mehr allein von den letzten großen Prüfungen und Arbeiten ab wie vielfach beim Diplom, Magister oder Staatsexamen. zu 12.: Ist das Bachelor-Studium auch inhaltlich gekürzt, wenn ich kürzer studiere?Antwort:Ja. Die Inhalte der bisherigen Diplom- oder Magister-Studiengänge, die in der Regel auf 9 Semester ausgelegt waren, können nicht in 6-8 Semestern untergebracht werden. Wenn ein Fach die Lehrpläne vom alten 9-semestrigen System auf 6-8 Semester Bachelor plus in der Regel 4 Semester Master umstellt, müssen die Inhalte neu strukturiert werden, damit nach 6-8 Semestern ein erster berufsqualifizierender Abschluss möglich ist. Es reicht nicht, dass einfach nach den 6-8 Semestern der alten Lehrpläne ein Bachelor-Examen eingeschoben wird (statt der alten Zwischenprüfung bzw. des Vordiploms nach 4 Semestern). Bereits in die Bachelor-Phase gehören berufsbefähigende Inhalte, die im alten Modell erst spät im Hauptstudium angeboten wurden. Damit eröffnet die Umstellung auch die Möglichkeit zu einer grundlegenden inhaltlichen Studienreform an den deutschen Hochschulen. zu 13.: Ist der wissenschaftliche Anspruch beim Bachelor gewährleistet?Antwort:Ja, ein kurzes und berufsbefähigendes Bachelor-Studium bedeutet nicht, dass die Wissenschaftlichkeit auf der Strecke bleibt. Auch im Bachelor-Studium lernst Du die Wissenschaft Deines Faches oder Deiner Fächer gründlich kennen. Du lernst alle wichtigen Theorien und Inhalte sowie die Forschungsmethoden und die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens, die für Dein Fach / Deine Fächer relevant sind. Vertiefte wissenschaftliche Studien sowie eigene Forschungsarbeiten findest Du dagegen eher im Master-Studium. Das Master-Studium in einem oder in zwei Fächern dient dazu, diese Fächer wissenschaftlich zu vertiefen, Dein Wissen und Können zu erweitern, zu spezialisieren oder zu ergänzen. Es bereitet zum einen auf eine wissenschaftliche Tätigkeit an Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor (mit Möglichkeit der Promotion), aber auch auf eine Reihe von Berufsfeldern, die eine vertiefte wissenschaftliche Ausbildung erfordern, z.B. Forschungs- und Entwicklungsaufgaben in der Industrie. Aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz und ihrer zusätzlichen im Master-Studium erworbenen Schlüsselkompetenzen kommen für Master-Absolventinnen und -absolventen auch Positionen infrage, die mit Führungs-, Leitungs- und Personalverantwortung verbunden sind. zu 14.: Sind alle Bachelor-Studiengänge gleich? Kann ich während des Studiums problemlos die Hochschule wechseln?Antwort:Die Frage ist so allgemein nicht zu beantworten. Auch in den alten Diplom- und Magister-Fächern gab es von Hochschule zu Hochschule mehr oder weniger unterschiedliche Studienordnungen und unterschiedliche Vertiefungsrichtungen. Dies hängt mit der Ausstattung und den Schwerpunkten der einzelnen Hochschulen zusammen. Die grundlegenden Kenntnisse, Fähigkeiten und Theorien sowie das nötige Methodenwissen erlernst Du in der Regel in den Bachelor-Studiengängen an allen Hochschulen. Daher ist ein Wechsel der Hochschule nach dem Bachelor-Examen in ein Master-Programm einer anderen Hochschule im selben Fach oder in einem nahe verwandten Fach meist problemlos möglich. Ein Hochschulwechsel während des Bachelor-Studiums kann allerdings dazu führen, dass Du bestimmte Module an der neuen (auch ausländischen) Hochschule nachmachen musst, da die Studienordnungen der einzelnen Hochschulen nicht deckungsgleich sind. Dies war allerdings in den alten Studiengängen nicht anders. Wenn Du einen Hochschulwechsel planst, vergleiche daher die jeweiligen Studienordnungen genau und suche die Studienberatung Deines Faches oder Deiner Fächer auf. zu 15.: Wie und wo erwerbe ich berufsqualifizierendes Wissen im Studium?Antwort:In vielen Fächern kann ein Studium nicht auf ein konkretes Berufs- oder Betätigungsfeld vorbereiten, also konkrete Berufsfertigkeiten vermitteln. Dies ist auch angesichts der sich rasch wandelnden Verhältnisse in der Arbeitswelt, den ständigen Entstehen neuer Berufe, Berufsbilder und -felder sowie Arbeitsbedingungen in Industrie, Forschung und Entwicklung, Management, Verwaltung, Bildung, Kunst, Kultur und sozialen Einrichtungen kaum zu leisten. Daher kann die Universität auch nicht exakt definieren, auf welchen konkreten Beruf oder gar Arbeitsplatz ein Bachelor- oder Master-Studium vorbereitet. Daher hält die HRK den Term Beschäftigungsfähigkeit in diesem Zusammenhang für sinnvoller. In den natur-, ingenieur- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächern sind die möglichen Berufsfelder oft klarer zu fassen als in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Ziel des Studiums ist es vielmehr, den Absolventinnen und Absolventen der Bachelor-Studiengänge eine Beschäftigungsbefähigung und Arbeitsmarktfähigkeit ("Employability") für viele verschiedene Tätigkeiten und Berufsfelder zu vermitteln. Diese geänderten Schwerpunkte müssen in den Studienplänen der Bachelor-Fächer berücksichtigt werden. Daher integrieren viele Hochschulen Module in das Bachelor-Studium, die beschäftigungsbefähigende Kompetenzen vermitteln sollen und neben dem Fachstudium angeboten werden. Themen im Bereich der Schlüsselqualifikationen können sein: Fremdsprachen, Informationstechnologien/EDV, Präsentation, Kommunikation, Rhetorik und berufsorientierende Praktika. Andere Hochschulen kombinieren die Vermittlung von Fachkompetenzen mit der Vermittlung von Anwendungs-, Methoden- und Schlüsselkompetenzen in den Fach-Modulen. Erkundigen Sie sich bei der Wahl Ihres Studienortes welche berufsqualifizierenden Angebote die einzelnen Hochschulen und Studiengänge anbieten (Siehe auch "Was ist ein Bachelor?"). zu 16.: Studienfinanzierung?Antwort:Für die Finanzierung eines Studiums muss immer eine individuelle Lösung gefunden werden, die sich nach den Mitteln und Möglichkeiten des Einzelnen richtet. In den meisten Fällen ist dies eine Mischung aus Finanzierung durch die Eltern, durch den Bezug von Unterstützung nach dem BAföG, durch Stipendien und eigenem Einkommen durch Nebenjobs. In jedem Fall gilt, dass ein kurzes Studium günstiger ist als ein langes. Das gilt für Dich selbst, Deine Familie aber auch für den Staat. Mit der Einführung der neuen Studiengänge sollen Studienzeiten verkürzt werden und die Quoten der ohne Abschluss abgebrochenen Studien, also der Fehlinvestitionen, gesenkt werden. Das Studium wird, um Zeit zu sparen, straffer durchorganisiert sein. Ein Studium in Bachelor- und Masterstudiengängen ist daher ein Full-time-Job. Dies solltest Du bei Deinen Überlegungen zur Studienfinanzierung berücksichtigen. Sollte Dein Einkommen (Dein eigenes, das Deiner Eltern oder Deines Ehepartners) für die Finanzierung des Studiums nicht ausreichen, gibt es die Möglichkeit der Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz zu 17.: Kann ich bei einem straff durchorganisierten Bachelor-Studium nebenher noch jobben und dennoch die Studienleistungen erbringen?Antwort:Ein Bachelor-Studiengang ist - nach heutigen Maßstäben gesehen - relativ kurz. Deshalb ist zu erwarten, dass der Studienstoff sehr konzentriert vermittelt wird. Bei der Berechnung der Arbeitsbelastung wird auch die vorlesungsfreie Zeit mit eingeplant und kann dadurch von den Hochschulen besetzt werden Ein Darüber muss jeder selbst entscheiden. zu 18.: Bekomme ich BAföG, wenn ich einen Master mache?Antwort:Nach derzeitiger BAföG-Regelung: Ja. Förderungsrechtliches Ziel ist, dass die Studierenden wertfrei zwischen einem herkömmlichen Studienabschluss und den neuen gestuften Studienabschlüssen - die insgesamt ja ungefähr gleich lang dauern - wählen können. Es gibt aber Einschränkungen: Der Master-Studiengang muss auf einem Bachelor-Studiengang aufbauen. Wer neben dem Bachelor-Abschluss noch einen anderen Studiengang abgeschlossen hat, kann keine BAföG-Förderung für einen Master- oder Magisterstudiengang erhalten. zu 19.: Kann ich nach einem Master noch ein Aufbaustudium machen? Bekomme ich dann BAföG?Antwort:Wenn der Bachelor ein erster berufsqualifizierender Abschluss ist, dann ist der Master praktisch berufliche Weiterbildung. Dies gilt auch für ein Aufbaustudium nach dem Master. Als Regel gilt im BAföG, dass eine Ausbildung nach einem Erststudium nur dann förderungsfähig ist, wenn der Abschluss aus rechtlichen Gründen zur Berufsaufnahme zwingend notwendig ist. zu 20.: Studieren in Teilzeit?Antwort:Für manchen Studierende und manche Studieninteressierte ist ein Studium als Full-time-Job innerhalb der Regelstudienzeit auch finanziell nicht darstellbar. Studenten mit Kind oder die zunehmende Zahl derjenigen, die ganz oder teilweise neben dem Studium jobben muss, schließen immer öfter ihr Studium nicht ab. Ein Teilzeitstudium wäre für solche "Studis" mit erschwerten Studienbedingungen eine echte Alternative für ihr Zeitbudget. Bundesweit existiert noch kein konkretes Modell für ein solches Studium. Manche Hochschulen haben hier jedoch Sonderregelungen getroffen, andere bieten gezielt Teilzeitstudiengänge auch im Fernstudium an. Das Bewusstsein, dass solche Studiengänge notwendig sind, setzt sich allmählich durch. zu 21.: Studium im Beruf?Antwort:Wer sich aus dem Beruf heraus durch einen Master weiterqualifizieren möchte, trifft derzeit in nur wenigen Unternehmen auf fertige Personalentwicklungspläne, die diese Möglichkeit vorsehen und fördern. In den Unternehmen wächst jedoch das Bewusstsein, dass die Karrierewege zum Nutzen der Angestellten wie der Unternehmen selber umgestellt werden müssen. Große und international agierende Unternehmen sind meist heute schon auf diese Wünsche ihrer Mitarbeiter eingestellt, begrüßen sie in der Regel und fördern die Weiterqualifikation durch Freistellungen oder auch finanzielle Unterstützung. Weiterbildende Master wie der bekannte Master of Business Administration sind in der Regel gebührenpflichtig und unterscheiden sich oft sehr stark in der Höhe der Gebühren. zu 22.: Duale Studiengänge?Antwort:Duale Studiengänge zeichnen sich durch den Wechsel zwischen Theorie und Praxis aus. Meist werden sie an Fachhochschulen oder Berufsakademien in Kooperation mit Unternehmen aus der Wirtschaft angeboten. zu 23.: Muss ich im Bachelor- oder Master-Studiengang Gebühren bezahlen?Antwort:Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Urteil vom 26. Januar 2005 zu 24.: Mit Bachelor und Master in den BerufAntwort:Die Akzeptanz des Masters auf dem Arbeitsmarkt stellt kein Problem dar, weil er als gleichwertig zu den herkömmlichen Diplom-, Staatsexamens- und Magisterabschlüssen gewertet wird. Der Bachelor-Grad dagegen ist in Deutschland noch neu. zu 25.: Wie ist die Akzeptanz des Bachelors in der Wirtschaft?Antwort:Dazu ist eine allgemeine Aussage schwer möglich, da der Kenntnisstand bei den Arbeitgebern zu unterschiedlich ist. Großunternehmen, vor allem solchen mit internationaler Belegschaft, ist der Bachelor schon bestens vertraut. Auch kleinere und mittelständische Unternehmen rekrutieren zunehmend Bachelorabsolventen und Bacherlorabsolventinnen. Die HIS GmbH hat im Auftrag des Stifterverbandes Bachelorabsolventen und Bacherlorabsolventinnen befragt. Erste Ergebnisse der Umfrage zum Studienverlauf und Berufseinstieg liegen vor und deuten darauf hin, dass die Absolventen mehrheitlich gute Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt machen. zu 26.: Welche Berufsfelder gibt es für Bachelor-Absolventen?Antwort:Generell muss man immer zuerst die zu erfüllende Aufgabe betrachten. Bachelor sind schneller fertig und von daher dort im Vorteil, wo nur im Beruf erwerbbare Praxiskenntnisse mehr zählen als das wissenschaftliche Training einer Diplomarbeit. Wenn man also z.B. die Organisation eines Unternehmens verstehen oder seine Kundenbeziehungen kennen muss. Das gleiche gilt für Funktionen, die die Kombination verschiedener Fächer erfordern, also z.B. Technik und Kommunikation oder Betriebswirtschaft und Marketing. Eine solche Kombination kann auch nach einigen Jahren Berufstätigkeit durch einen späteren Master erworben werden. Viele der neuen Bachelor- und Master-Studiengänge berücksichtigen in ihrem Aufbau schon die Kombination von Fachkompetenzen und reagieren damit auf Anforderungen der Arbeitswelt. Ein Geisteswissenschaftler, der im Studium erworbene Kommunikations- oder Marketing-Kompetenzen nachweisen kann, hat am Arbeitsmarkt bessere Chancen, als ein Absolvent herkömmlicher Studiengänge, der diese Kompetenzen teuer und zeitraubend nach seinem Studium in Weiterbildungsangeboten erwirbt. zu 27.: Ist es nicht besser, noch den Master zu machen, damit ich einen "höherwertigen" Abschluss habe?Antwort:Wenn Du Dir sicher bist, Dich einem bestimmten Gebiet verschreiben zu wollen, z.B. Forscher zu werden, dann ist ein Master oder (wie z.B. in der Chemie) eine Promotion zu empfehlen. In der Informatik dürfte diese Regel schon viel weniger gelten. Außerdem werden die Grenzen zwischen den einzelnen Funktionen in einem Unternehmen immer durchlässiger, die Strukturen und Aufgaben ändern sich und von daher werden Mitarbeiter gebraucht, die übergreifend ausgebildet sind und sich weiter entwickeln. Dann ist es gut, wenn man nicht vor Berufsaufnahme bereits zuviel Zeit für die Ausbildung verbraucht hat. Häufig kristallisieren sich erst im Beruf spezifische Interessen und Anforderungen heraus, die eine Weiterbildung durch einen Masterstudiengang erforderlich machen. Da die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter den Unternehmen zugute kommt, werden diese sich durch veränderte Personalentwicklungspläne den neuen Studienstrukturen anpassen müssen, wenn sie ihre guten Mitarbeiter halten wollen. zu 28.: Werden Bachelor-Absolventen schlechter bezahlt, weil kürzer ausgebildet?Antwort:Die Industrieverbände stufen einen Bachelor wie einen Absolventen mit Fachhochschuldiplom ein, einen Master wie einen mit Universitätsdiplom. Damit soll der größere Aufwand für die Ausbildung honoriert werden. Aber es ist zu bedenken, dass Du als Bachelor schon zwei Jahre lang ein volles Gehalt beziehst, Berufserfahrung sammelst und im Betrieb aufsteigen kannst, während die Anderen noch studieren. Das ist ein Argument, das auch unter dem Gesichtspunkt der Diskussion um die Lebensarbeitszeit von Bedeutung ist. Man kann ja nicht nur länger arbeiten, sondern stattdessen auch früher anfangen. zu 29.: Welche Chancen habe ich mit dem Bachelor im Vergleich zum klassischen Diplom?Antwort:Wer jetzt einen Bachelor-Abschluss vorweisen kann, hat als Pionier einen straff organisierten, praxisnahen Studiengang durchlaufen, in dem meist die Betreuung besser ist als in den überlaufenen klassischen Diplomstudiengängen. Das wird sich, sobald die Konjunktur wieder anzieht und mehr eingestellt wird, sehr schnell herumsprechen. Denn die Personalverantwortlichen sehen sowieso stark auf die spezifischen Kenntnisse und die Persönlichkeit des Bewerbers. Im Unternehmen zählen dann bald diese Dinge mehr als der Hochschulabschluss, somit sind einer Karriere keine Grenzen gesetzt. Voraussetzung ist natürlich, dass Du Dich in der Aufgabe bewährst. Für einen technischen Bachelor bietet sich z.B. eine Tätigkeit im Vertrieb an, im Einkauf oder in sonstigen organisatorischen Funktionen. zu 30.: Mit welchem Hochschulabschluss kann ich in welche Laufbahn des öffentlichen Dienstes?Antwort:Das öffentliche Dienstrecht ist leider bisher relativ starr auf die Ausbildung, statt auf die Leistung im Beruf fixiert, aber auch da gerät einiges in Bewegung. Ein Bachelor würde nach bisherigem Stand der Diskussion in den gehobenen Dienst, ein Master in den höheren Dienst übernommen. Ob er damit einem Uni-Diplomabsolventen gleichgestellt ist, hängt davon ab, ob dieser Studiengang als gleichwertig akkreditiert ist. In Anbetracht der bisher noch sehr geringen Akkreditierungszahlen - 350 von rund 1900 existierenden Bachelor-Masterstudiengängen, bei rund 11000 Studiengängen in Deutschland insgesamt - scheint diese Regelung kaum praktikabel. Deshalb kann man die Frage nicht abschließend beantworten. zu 31.: BerufsbilderAntwort:Mehr und mehr Bachelor-Absolventen machen sich auf den Weg in die Berufstätigkeit. Erste Daten über ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt liegen vor. Die Qualifikationsanforderungen des Arbeitsmarkts ändern sich heute sehr schnell, so dass Vorhersagen nur sehr schwer möglich sind. Einige Branchen sind für Bachelor-Absolventen offen, weil es hier gute Möglichkeiten des Berufseinstiegs für Akademiker in einem assistierenden Bereich gibt. Dies gilt insbesondere in neuen oder Wachstumsbranchen. Wer sein Berufsziel genau kennt, sollte sich erkundigen welche Wege zu diesem Ziel führen. Generell gilt, dass ein Studium für ein breiteres Spektrum an Berufen qualifiziert und damit die Chancen Arbeit zu finden höher sind. zu 32.: Studieren ohne Abitur?Antwort:Um an einer deutschen Hochschule zu studieren, braucht man nicht unbedingt Abitur oder Fachhochschulreife. Inzwischen gibt es in allen Bundesländern für Praktiker mit Berufserfahrung die Möglichkeit, an einer Hochschule entweder berufsbegleitend oder Vollzeit zu studieren und sich so weiterzubilden. Einschlägige berufliche Vorbildung ist in Deutschland für den Hochschulzugang von Nicht-Abiturienten unerlässlich. Der Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf gilt als berufliche Qualifikation. Die Dauer der für den (Fach-)Hochschulzugang verlangten Berufserfahrung variiert von Bundesland zu Bundesland. Auch die anderen Zulassungsvoraussetzungen sind in den Bundesländern unterschiedlich. Einige Hochschulen verlangen eine Hochschulzugangsprüfung, einige ein Probestudium, wieder andere den Nachweis einer Fortbildungsprüfung nach der Berufsausbildung (z.B. Meister, Fachwirt, Techniker, etc.) und ein Beratungsgespräch. In allen Bundesländern außer Bayern können beruflich qualifizierte Bewerber den Hochschulzugang prinzipiell für alle Fachrichtungen erwerben. Einheitlich ist einzig, dass sich jeder Bewerber für einen bestimmten Studiengang entscheiden muss. Dieser Weg bietet die Chance neue Lebensperspektiven aufzubauen, verlangt aber die realistische Einschätzung der eigenen Belastbarkeit, Flexibilität, Risikobereitschaft und Konfliktstärke. Zulassungsvoraussetzungen Studieninteressentinnen und –interessenten, die keinen schulischen Abschluss wie allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife oder fachgebundene Hochschulreife erworben haben, aber studieren möchten, stehen vor einer Reihe von Hürden, die sie zu bewältigen haben. In den Bundesländern gibt es unterschiedliche Regelungen in den Landeshochschulgesetzen, welche Zugangsmöglichkeiten bestehen. Nähere Informationen bietet Dir der zu 33.: Werden hier auch Präsenzstudiengänge für Rechtswissenschaft thematisiert werden?Antwort:Da ich selbst eine Vollzeitbeschäftigung ausübe, liegt mein Interesse ausschließlich bei Studiengängen mit geringer Präsenzpflicht. Deshalb wird hier grundsätzlich auf Präsenzstudiengänge nicht eingegangen. Es sei denn, die Präsenzphasen berücksichtigen hinreichend die Bedürfnisse von Berufstätigen. zu 34.: Gibt es hier ein Forum in dem man seine Fragen stellen kann und beantwortet bekommt?Antwort:Nein. Zwar hatte sich in einer entsprechenden Umfrage die Mehrheit für ein eigenes Forum hier ausgesprochen, aber es wurde dann nicht genutzt. Ich habe es deshalb wieder entfernt. Jurafernstudenten der FernUniversität Hagen haben mit Studienservice.de zu 35.: Ist diese Website barrierefrei bzw. warum ist sie es nicht?Antwort:Selbstverständlich versuche ich - sogut ich kann - diese Website möglichst zugänglich zu gestalten. Aus diesem Grund ist das Layout dieser Seiten auch überwiegend mit CSS (= Cascade Style Sheet) realisiert. Für Hinweise, wo sich noch behebbare Barrieren befinden und Tipps, wie man sie beseitigen kann, bin ich jederzeit dankbar. |
