FernUniversität in Hagen erhebt vorerst keine Studienbeiträge

Bis einschließlich Sommersemester 2009 nur Materialbezugsgebühren

Ohne zusätzliche Studienbeiträge zahlen zu müssen können die Studierenden an der FernUniversität in Hagen bis einschließlich Sommersemester 2009 studieren. Das hat das Rektorat der Universität in Absprache mit den Dekanen in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Die Studierenden an der FernUniversität beteiligen sich in anderer Weise an den Studienkosten, indem sie wie bisher Materialbezugsgebühren von 20 Euro pro von ihnen belegter Semesterwochenstunde entrichten.

Mit den Materialbezugsgebühren bezahlen Studierende bereits seit mehr als 20 Jahren an der FernUniversität für ihre Studienmaterialien. Die Kosten dafür liegen pro Semester bei rund 220 bis 360 Euro (je nach Bachelor-Studiengang) für ein Vollzeitstudium. Teilzeitstudierende zahlen entsprechend weniger.

Seit dem Wintersemester 2006/07 eröffnet das nordrhein-westfälische Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie den Hochschulen des Landes die Möglichkeit, Studienbeiträge bis zu einer Höhe von 500 Euro pro Semester zu erheben. Nahezu alle Hochschulen haben von dieser Möglichkeit bis heute Gebrauch gemacht.

Ein Beitragsmodell dieser Art ist für die Studierenden der FernUniversität nicht geeignet.

Deshalb hat die Universität die endgültige Entscheidung über Studienkosten jetzt mit einer klaren zeitlichen Perspektive zurück gestellt. Sie erarbeitet ein zukunftsorientiertes Konzept, mit dem die Studierenden in angemessener Weise an den Kosten des Studiums beteiligt werden können. Aber gleichzeitig sollen ihre Bedürfnisse nach hoher Flexibilität berücksichtigt werden. Das moderne Fernstudium bietet den zumeist berufstätigen Studierenden die Gelegenheit zu einer individuellen Planung ihres Studiums nach einem persönlich zur Verfügung stehenden Zeitkontingent. Sie möchten zudem schon bei Studienbeginn die Kosten ihres Studiums abschätzen können. Diese Bedürfnisse müssen in einem innovativen, FernUni-spezifischen Preiskonzept berücksichtigt werden. Die Hochschulleitung strebt an, im Dialog mit dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie die Entwicklung eines Beitragsmodells, seine rechtliche Einbindung sowie die unabdingbare Vorlaufzeit für die Umsetzung in der Universität bis zum Sommersemester 2009 abzuschließen.

Quelle: Pressemitteilung vom 18.12.2006 (Autorin: Susanne Bossemeyer)

Meine Meinung dazu:

Das ist für alle Fernstudenten und Interessenten an einem Fernstudium an der FernUni Hagen kurz- und mittelfristig eine gute Nachricht. Bis einschließlich SS 2009 besteht hiermit Klarheit beim Thema Studiengebühren. Es bleibt zu hoffen, dass die FernUni bei den ökonomischen Überlegungen für ihr künftiges Preiskonzept die nachfragereduzierende Wirkung von höheren Studienkosten hinreichend berücksichtigt.

FernUniversität geht ihren eigenen Weg: Vorerst keine Studienbeiträge

Fernstudium in Hagen bleibt auch kostenmäßig eine Studienalternative

Studienbeiträge für Neueinschreiber wird es an der FernUniversität in Hagen vorerst nicht geben. Der Senat der Universität schloss sich am Mittwochabend einstimmig einem entsprechenden Vorschlag des Rektorats an. Das Studium an der einzigen staatlichen deutschsprachigen Fernuniversität bleibt damit eine ebenso kostengünstige wie flexible Alternative zum Studium an einer Präsenzuniversität. Ob die FernUniversität auf Dauer auf Studienbeiträge verzichten kann, wird erstmalig nach dem Start des Wintersemesters 2006/2007 überprüft.

Das Wissenschaftsministerium Nordrhein-Westfalen hatte es den Hochschulen des Landes überlassen, ob sie für Neueinschreiberinnen und -einschreiber zum Wintersemester 2006/07 Studienbeiträge von bis zu 500 Euro pro Semester erheben werden. Ab dem Sommersemester 2007 können dann alle Studierenden zu Studienbeiträgen herangezogen werden. Verschiedene NRW-Hochschulen haben sich bereits für die Einführung von Studienbeiträgen entschieden.

Wesentliches Kriterium für die anders lautende Entscheidung der FernUniversität ist, dass es für die Hochschule bei der Risikobewertung nicht wägbar ist, ob und gegebenen falls wie viel sie bei der Einführung von Studienbeiträgen tatsächlich erwirtschaften würde. Hintergrund ist, dass sich die FernUniversität zu 18 Prozent selber finanziert mit der Folge, dass die durch die Einführung von Studienbeiträgen möglicherweise zurück gehenden Studierendenzahlen zu Einnahmeverlusten an anderer Stelle führen würden. Einnahmen und Verluste müssen dann gegen einander gerechnet werden.

Für die Bewertung des wirtschaftlichen Risikos ist darüber hinaus problematisch, dass das Gesetz durch weitere Rechtsverordnungen präzisiert werden soll, die allerdings noch nicht vorliegen. Noch kritisch zu hinterfragen ist beispielsweise die Bewertung von Befreiungstatbeständen sowie die Höhe des Beitrags der Universitäten zum Ausfallfonds zur Unterstützung von BAFöG-Empfängern. Die FernUniversität will deshalb zunächst analysieren, ob die Einführung der Studienbeiträge sich überhaupt für sie rechnet bevor weitere Entscheidungen getroffen werden. Das aktuelle Votum von Rektorat und Senat ist also nicht als endgültiges Nein zu Studienbeiträgen zu verstehen.

Für die derzeit Studierenden ändert sich durch die Beschlusslage zunächst nichts.

Das Studienkonten- und -finanzierungsgesetz läuft erst zum 1. April 2007 aus. Betroffen von diesem Gesetz sind lediglich die Langzeit-, die Zweitstudierenden und ältere Studierende (ab dem 60. Lebensjahr), die bis zu dem Zeitpunkt nach wie vor zahlungspflichtig sind.

Quelle: Pressemitteilung vom 06.04.2006 (Autorin: Susanne Bossemeyer)

Meine Meinung dazu:

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Zwar beabsichtigt die FernUni zu analysieren, ob sich die Einführung von Studiengebühren für sie überhaupt rechnet. Da aber die Studiengebühren für die Langzeit-, die Zweitstudierenden und ältere Studierende (ab dem 60. Lebensjahr) nur noch bis einschließlich WS 2006/07 eine rechtliche Grundlage haben, lastet hier schon ein finanzieller Druck auf der FernUni. Bleibt zu hoffen, dass sich Studiengebühren für die FernUni nicht rechnen, weil sonst zuviele Studenten ihr Studium dort abbrechen bzw. an eine andere Uni wechseln würden.

Für Wochenendseminar zu Modul 6 (Arbeitsvertragsrecht) angemeldet

Im Moment komme ich vor lauter Website nicht so wirklich gut mit den Einsendearbeiten voran. Aber immerhin habe ich mich schon mal für ein Wochenendseminar zu Modul 6 (Arbeitsvertragsrecht) vom 14. bis 16. Juli 2006 in Worphausen angemeldet. Dazu habe ich die 120 Euro für das Seminar an das Niels-Stensen-Haus überwiesen und Kontoauszug mit Anmeldeformular an das Niels-Stensen-Haus gefaxt. Infos zu den Seminaren des SZ Bremen in Worphausen gibt es im Internet unter http://lspace1.via-on-line.de/verbund/stermine.nsf/HB?openframeset (nicht mehr verfügbar) und als pdf-Datei unter http://www.weiterbildung.uni-bremen.de/fernstud/nielsbuchss06.pdf (nicht mehr verfügbar).